Wedding Photography

Gelegentlich mache ich ja auch mal Hochzeitsphotos, so hab ich mit  großem Interesse einen Artikel über eine Braut gelesen, die sich über die Kosten der Hochzeitsphotografen aufregte. Der interessante Part war aber nicht dieses Stück Text über die bösen teuren Photografen, sondern vielmehr die Antwort eines solchen. Der persönlich getroffene Photograf listete  genau auf, warum das Ganze im Prinzip ein kaum lohnendes Geschäft ist. Der ganze Artikel mit dem kernigen Reply ist hier unter Petapixel nachzulesen:

http://www.petapixel.com/2012/01/26/why-wedding-photographers-prices-are-wack/

Was jedoch hier völlig untergeht ist der z.T. enorme Stresspegel, den man bei solchen Events hat. Wenn man Hochzeiten photographiert, dann darf ja absolut nix schief gehen. Man ist für einen ziemlich langen Zeitraum “auf 180” sozusagen. Neben Ersatz für das ganze Camera/Lens Equipment braucht man auch ein gutes Gefühl für die kurzen entscheidenden Momente. Viele Situationen sind ja nicht wiederholbar. Außerdem ist eine gute Planung des Gesamtevents wichtig: wer sind die engeren Freunde, wer gehört zu den Verwandten engeren Grades, wer soll alles auf gemeinsamen Bildern zu sehen sein später etc., welche Aktivitäten haben Freunde/Verwandte wann geplant, wo sollte man sich dann am besten befinden, mit welcher Optik, welcher Stil ist angemessen (Reportage vers. gestellte Szenen). D.h. ein Vorbereitungstreffen ist nötig, um die Wünsche abzusprechen.

Ich nehme zwar keine 3000$ pro Event, aber wer sich darauf spezialisiert hat und davon leben will ist sicher auf ein angemessenes Salär angewiesen.

 

Macro Aufnahme während der Vorbereitung auf die Trauungszeremonie (70-200 mm f2.8, noflash)