versus Nikon D8(1)0

Zweite D800 vor einer Woche eingetrudelt. Um etwas flexibler zu werden, hatte ich mal eine zweite D800 geordert. Im Prinzip greife ich nur noch zur D800 und meine D3 ist eigentlich das Backup geworden. Der Unterschied im Post ist enorm.
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D800
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Bei den aktuellen Preisen für neuwertige D800 Bodys ist diese Kamera ein absoluter „No-Brainer“. Der Geschwindigkeitszuwachs der D810 ist zwar spürbar und nice to have, insbesondere der größere Speicher-Puffer der D810 und das etwas bessere AF-System sind angenehm. Eigentlich ist die D800 jedoch ein  derartig gelungener Wurf von Nikon gewesen, dass der aktuelle Premium Preis der D810 sich nicht wirklich in realisierbarer Bildqualität niederschlägt m.E..  Die D800 ist einfach DER Allrounder. Mit der D810 hat Nikon die Kamera nochmal einen Tick besser gemacht – thats it. Der D810 Sensor hat aber praktisch die gleiche „Dynamic Range“, die gleiche ISO-Leistung und dürfte unter optimalen Bedingungen nur etwas schärfer aufnehmen, da der Lowpass Filter fehlt. Fand den Unterschied zur D800e aber schon damals eher zu vernachlässigen. Einen Unterschied macht die Kamera unter Umständen bei Sport/Wildlife Fotografen, die Geschwindigkeit um jeden Preis brauchen. Für die wäre jedoch auch die D4s wohl die bessere Wahl, da die Anhebung von 4 auf 5fps keinen umhaut, im DX Crop gehts von 6 auf 7fps – ist sicher schon recht schnell, aber der DX crop ist eher etwas für die Wildlife Leute. Ich nutze den nur selten.
Die 8fps der D700 mit MB-D10 sind das aber schlichtweg nicht. Nikon hat immer noch keinen Nachfolger für diese Kamera Legende geschaffen. Die beiden D800 Kameras sind im Prinzip bei mir identisch eingestellt, allerdings hat eine den Aquatech-Arca-Adapter fest installiert und die Andere den MB-D12 angeschraubt, der dämliche Klappblitz ist festgetaped, die Kameras nehmen 14Bit RAWs auf (verlustfrei komprimiert) . ISO ist auf den Daumen gelegt und die Blende auf den Zeigefinger, damit ist man extrem schnell, wenn die ISOs rauf müssen.  Der Rest ist einfach eingestellt. Auf dem Mittelfinger ist der 20×30 Crop eingestellt (Funktionstaste) und der AF-Modus ist der schlicht 51-Felder mit 3D Messung. Damit kann man auf die Gesichter scharf stellen und der Sensor folgt  im besten Falle … wenn es nicht zu sehr wackelt.
Im Prinzip ist das der Nachweis für das “Last Camera Syndrom” – Technologie ist inzwischen einfach gut genug, um hin und wieder einen Versionssprung auszulassen. Das ist sicher ein weiteres Problem der Kameraindustrie.