Finally the MacBook Pro Update

Apple finally managed to update the MBP line. There wasn’t too much excitement about this announcement but the new Thunderbolt technology is going to become a selling point for those of us dealing with larger amounts of raster data. 10 Gbit/s – thats roughly 1.2 Gbytes/s and this is enought to manage a data stream from two RAID HD systems and other peripherals without slowing. If this is the future – than the MBP is the first system that is ready for it. Question remains: where are the peripheral components that work with Thunderbolt? Anywhere someone with a 4TB Thunderbolt G-Drive? MMmh…

I have been pretty busy the last two months but hopefully there will be more time to post more often here now.

For those more into nature photography: the Mecklenburg-Strelitz Gallery is online now.

“An ode to the Müritz National Parc area. The forgotten jewel of german nature.”

Switching to Mac OS X

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Hier mal eine knappe Zusammenfassung meiner Erfahrungen als neuer Mac/OS X Nutzer  mit einem MacBook Pro i7 System. Als langjähriger Linux/Windows Nutzer hat mich vor allem ein gewisser Frust mit der unschönen Qualität der PC Notebooks und die Sehnsucht nach der UnixShell immer wieder nach den MBPro Geräten gucken lassen. Der eigentliche Betriebssystemwechsel hat mir die meisten Sorgen gemacht, da ja doch einige Softwarepakete, die ich beruflich nutze, nicht nativ verfügbar sind für OS X und daher über Parallels oder vergl. in einem zusätzlichen Windows laufen müssen.

Short story version: Mac OSX Betriebssystem rocks!, MBP Hardware ist eindeutig von der Verarbeitung her einsame Spitze – ich kenne kein Notebook, das da annähernd rankommt.  Parallels mit Windows hat hier und da noch anstrengende Kanten funktioniert aber wie beworben und mindestens so fix wie auf meinem älteren Sony AR Notebook. Kein Blu-Ray Film support unter Mac OSX? OOps! “Apple wants me to rip all the Blu-Rays?”.  Die FireWire800 Schnittstelle ist herrlich fix! Welch ein Unterschied – endlich weg von der traumatisierenden USB2 Performance.  Das MBPro ist dank “Grand-Central” und SSD Speicher einfach herrlich schnell insbesondere bei großen Dateien (5 Gigabyte+). Mausbeschleunigung und Tastaturlayout der Macs sind ärgerlich (warum lässt sich das nicht mal ändern?).  Ein paar wichtige kleine SoftwareTools, um schnell und effizient zu arbeiten, sind kostenpflichtig und sollten einfach zu Mac OS X dazugehören denke ich (Stichwort: Mausbeschleunigung) (ich nutze das aktuelle Snow Leopard). Die Dokumentation ist ein Scherz, man benötigt definitiv ein Handbuch wie z.B. “The Missing Manual” von Pogue, um alle Tricks schnell zu verinnerlichen (es gibt aber halt auch erheblich mehr zu entdecken als bei Win7 und WinCo., schließlich basiert Mac OSX auf BSD Unix und wer tiefer recherchiert, der landet unweigerlich bald bei vielen netten Unix Internas. Da öffnet sich eine große “box of chocolats”  (die Büchse der Pandora für manch einen). Auch die vielen Keyboard Shortcuts, die die Bedienung von OS X erst richtig beschleunigen – sollten per Übersichtswindow einfach einblendbar sein (kostenpflichtiges externes Software Tool). Office 2008 für Mac läuft trotz vieler Updates nicht wirklich stabil (richtig ärgerlich).

Die wichtigsten zusätzlichen Software Pakete/Tools/Extensions, die man sich unbedingt anschauen sollte:

  1. Parallels (80€) http://www.parallels.com/de/ (nicely made Windows integration, works stable and quick but still has some rough edges: howto access the backslash under Paral.? took a while to find out: its “cntr alt ß”)
  2. Growl: http://growl.info/ (let Mac OS X tell you when things happen) free
  3. Geek Tool: http://projects.tynsoe.org/en/geektool/ (displays various systems terminal based information (also ssh based stuff)  on your desktop – great time saver  for sysadmins) free
  4. Quicksilver: http://quicksilver.softonic.de/mac (quick short cut system to open files and programms) free
  5. Witch: http://manytricks.com/witch/ (gives back the real “cmd-tab” Window and Application switcher and does a lot more to make window handling faster) 10 €
  6. VTC: http://www.videolan.org/vlc/ (The Open-Source multimedia framework, plays various video formats – it plays everything – the reference) Free.
  7. Think http://freeverse.com/mac/product/?id=7013 (handy tool for making your working environment less distracting – sometimes very usefull) Free
  8. Onyx http://www.apple.com/downloads/macosx/system_disk_utilities/onyx.html (very handy tool for some system maintenance tasks)
  9. Mausbeschleunigung  | MZoom (absolut notwenig, um wieder eine “normale” Mausbeschleunigung ala Windows zu bekommen. Die Standard Mausbeschleunigung ist schlicht nicht zu gebrauchen und mir ist ein Rätsel, wieso so etwas nicht einfacher direkt aus dem System heraus konfigurierbar ist. Das war ein echter “Bummer”.
  10. StuffIt http://www.stuffit.com/mac-home.html (needed free tool for archive handling on Mac OS X)
  11. RemoteDesktop (needed free tool for Remote Desktop Access to Windows installations)
  12. Xbench: http://www.xbench.com/ (Mac benchmarking solution – needed for every serious hardware testing)
  13. Tinker Tool http://www.bresink.com/osx/TinkerTool.html (a nice extension to the system preferences within Mac OS X – gives quick access to some hidden functions) Free.

Für alle, die im Bereich der Geodatenverarbeitung tätig sind: ENVI/IDL, Matlab, GRASS, GMT, R, GEarth werden nativ von Mac OS X unterstützt. Mau sieht es dabei aus für ERDAS Imagine, PCI Geomatica und ArcGIS/ArcView. Hier hilft nur eine Windows Emulation z.B. über Parallels. Die funktioniert dann auch recht problemlos, wenn man ein paar Probleme selbstständig löst. Ungeklärt ist, warum PCI Geomatica weniger robust läuft als gewöhnlich (nicht das PCI eine sonderlich stabile Software wäre, aber ein täglicher crash nervt dann doch … ).
Ein erheblicher Unterschied zu Windows Systemen ist die Tatsache, dass Mac OS X einen Prozess automatisch auf mehrere CPUs verteilt. Dies führt dazu, dass alle Prozessoren an der Verarbeitung beteiligt werden. Das ist erheblich effizienter und macht sich bei größeren Verarbeitungsschritten z.B. von Bildern und Bilddaten sehr positiv bemerkbar. Hier gibt es einen deutlichen Vorteil im Vergleich zu Wintel Notebooks. Wunderbar für Leute die nahe an der Kommandozeile arbeiten wollen ist die enge Integration des Unix Unterbaus. So kann man einfach parallel auf der Kommandozeile und im Finder arbeiten. Hat man die vielen Keyboard Shortcuts ins Blut sacken lassen und kennt sich in der UNIX Kommandozeile aus, so ist das Arbeiten mit dem Mac erheblich fixer als mit einem Windows Notebook. Wer über den Terminal entfernte Unix Rechner administrieren muss, der kann viel direkt per SSH über den Terminal erledigen. Das geht soweit, dass man auch den Systemstatus entfernter Systeme immer im Blick haben kann über entsprechende Routinen, deren Ausgabe man sich einfach auf den Desktop legen kann. So ist man immer mit einem Blick über den Status der entsprechenden Rechner informiert – uuh … sooo cool! Die MS Office Version 2008 ist eine Frechheit. Warum ist diese Software nach derartig vielen Updates immer noch nicht verlässlich. Hoffentlich hilft die neue Version in 2011 hier weiter.
Klasse simpel und verlässlich die Backup Lösung: “Time Machine”. So will man das, funktioniert fast immer, nur blöd, wenn man verschiedene Backup Medien installieren/nutzen will, dann braucht man etwas Programmierkenntnisse, oder besorgt sich ein Script aus dem Netz, das konstant nach den entsprechenden Medien sucht.
Die vielen Grafik Schnittstellenadapter, die man am MBP benötigt, die nerven etwas (je einen Adapter für HDMI, DVI, VGA), im Zweifel fehlt gerade der, den man benötigt. Akkulaufzeiten des MBP17 mit SSD Speicher liegen bei 5-9h je nach Belastung des Rechners. Das ist die größte Befreiung seit der Erfindung der Steckdose im ICE (für den Vielpendler:) ). Die “mobilen” 17Zoll-Notebook PCs waren so im Bereich 1-2 Stunden Laufzeit angesiedelt.

Mein Fazit nach 3 Monaten Fulltime Nutzung ist eindeutig positiv. Ich würde jedem den Umstieg raten der: entweder ein Unix Umfeld benötigt oder grafikintensive Arbeiten durchführen muss oder wissenschaftlich auf die Unix Platform angewiesen ist und mit großen Bilddaten auf einer Notebook-Basis hantieren muss. Auf jeden Fall sollte man in SSD Speicher investieren. Hier spielt Mac OS X eindeutig seine Stärken aus, das MBP reagiert dann sehr elastisch auf Belastungsspitzen und erreicht tolle Dauertransferraten beim Kopieren von größeren Dateien. Wer spezielle Software nutzt ,sollte sich vorher über die Unterstützung durch OS X informieren. Parallels ist jedoch ein vollwertiger Ersatz und lässt sich extrem vielfältig so konfigurieren, dass man das eigentliche Windows nicht mehr sieht (so man dies will).

Best wishes to all for 2011!

Sören

LensAlign Pro – Lifeline für f1.4

Seit einiger Zeit nutze ich LensAlign Pro, um den Autofocus einiger meiner Objektive zu testen. Für viele Leute mag das etwas übertrieben erscheinen, aber nach meinen Erfahrungen sollte man seine Optiken mindestens jedes Jahr einmal auf Fokusfehler kontrollieren. Genau dafür gib es das LensAlign System und meiner Ansicht nach funktioniert das Ganze recht gut.

1. Man stellt das LensAlign Kalibrations Ziel in einer Entfernung des 20-30 fachen der Brennweite auf (300 mm Optik => 6 – 9 m),

2. man kontrolliert die lotgerechte Ausrichtung der Optik-Kamera Kombi dirkt auf das Autofokustarget (indem man kontroliert, dass die roten Kontrollmarkierungen in der hinteren Schicht durch die kleinen Löcher im AF-Target voll erkennbar sind). Wie das genau funktioniert ist auch nochmal hier besser erklärt und

3. macht dann einige Testaufnahmen, bei denen man jeweils immer wieder vor der Aufnahme die Optik defokussiert, damit sich das AF-System wieder neu auf das AF-Target einstellen muss (für diese Testaufnahmen sollten natürlich die roten Kontrollpunkte verdeckt werden mit der integrierten Blende).

Anschließend kann man auf dem schräg neben dem AF-Target angebrachten “Ruler” sauber die Front- oder Back-Fokussierung auf den Bildern ablesen. Das sieht dann bei der Testaufnahme aus wie in diesem Bild hier:

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In diesem Beispiel dreht es sich um eine Testaufnahme mit dem Nikon AFS 300 f2.8 und man kann recht gut erkennen, das der Fokus exakt auf der “0-Marke” sitzt. Die Optik also weder Front- noch Back-fokussiert.

_smh5516-2(Ausschnittsvergößerung aus dem Testbild oben)

Das AFS 300 f2.8 produziert fast immer ein Volltreffer, anders sieht es bei dem Nikkor 70-200 f2.8 AFS VR aus. Bei dieser Optik liegt der Fokus eindeutig des öfteren hinter dem Fokustarget. Anfang dieses Jahres war mir das zu bunt geworden und ich hab die Optik beim Nikon Service Point München neu kalibrieren lassen. Mit modernen DSLRs lässt sich die Fehlfokussierung auch in der Kamera korrigieren (D300s, D3s, D3, D3x, D700), aber für meine D2x brauche ich sauber eingestellt Objektive.

Das spielt natürlich vor allem eine Rolle, wenn man oft mit Offenblende fotografiert. Bei mir sind das sicherlich 80-90 % aller Bilder und eine Optik mit starkem Backfocusing führt da zu enorm vielen unscharfen Bildern.

Im folgenden Beispiel ein Testbild vom 70-200er Zoom, der bei mir nach einem 3/4 Jahr schon wieder bei den meisten Bilder ein schwaches Backfocussing zeigt:

_smh5507Maximaler Fokus liegt in der mittleren Skala der Meßlatte ca. zwischen 8 und 12.

Tja so ein einfacher Test ist unglaublich entspannend, da man endlich mal in der Lage ist reproduzierbar zu untersuchen, wie die Optik auf ein kontrastreiches Ziel fokussiert. Weihnachten ist ein guter Zeitpunkt, um mal alle Optiken genau durchzuchecken (wenn mal etwas Ruhe zu den Feiertagen einkehrt).

Besinnliche Weihnachtspause!

S.

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(Trioplan Parting Shot)

Bahnfahren ist schön …

Mal eine Anekdote vom Pendeln mit der Bahn.

Bin ja recht viel mit der Bahn unterwegs zwischen Berlin und Thüringen, und da kann man viel erleben. Wirklich! Vor allem im Winter ist es wild. Nicht daß der Sommer in der Bahn langweilig wäre. Da überfährt man schon mal eine Kuh mit 190 km/h (in 2009) oder dient den Selbstmördern als Masse zur Vollendung Ihres Lebens (passiert jährlich). Ersteres war unangenehm (wegen der dramatischen Vollbremsung: der Vielfahrer guckt dann instinktiv zur Decke hoch, da sich dort bei diesen Gelegenheiten immer ein monströser Schalenkoffer der Trägheit entsprechend zu bewegen beginnt),  eine Kuh zu treffen ist doch eher kurios und vor allem ästhetisch eine Sauerei. Die Selbstmörder machen einen aber echt betroffen – (verharmlosender DB Jargon: “Unfall mit Personenschaden” – wobei mir “Schaden” immer irgendwie merkwürdig vorkommt, eher erinnert an die kaputten Stoßdämpfer meines Volvos) vor allem ist man betroffen, wenn man in die blassen Gesichter der Zugbegleiter guckt, die sich erstmal zur geistigen Sammlung zurückziehen müssen, nachdem sie hinten aus dem Zug zurückgeschaut haben. Dann der Staatsanwalt und die Mediziner, die anrücken, um die Situation zu untersuchen. 2 Stunden Pause sind dann garantiert, hätte ja jemand schubsen können oder sowas und irgend jemand muss auch den Zug noch genau untersuchen, und ein neuer Zugführer muss her. Wenn im Sommer dann noch 35Grad C Außentemperatur herrschen, dann kommt man schon mal ins Schwitzen und versucht sich maximal zu entblößen ohne anstößig auszusehen. Ab einem gewissen Alter ist ja alleine dies schon stressbehaftet. Der Vielfahrer will ja keinen Disput in der heißen Röhre, sondern eigentlich nur seine Ruhe.

Aber der  Winter … der ist eine ganz besondere Erfahrung in der Bahn. Das muss an den sibirischen Impressionen liegen beim Bahnfahren. Da zischt diese weiße Schlange von Schnee umstäubt durch das Land – vielleicht vergleichbar mit dem visuellen Impakt der alten Dampflocks – verliert hier und da Autoreifen große Eisklumpen, die sich donnernd im Gleisbett zerkleinern und man muss zwanghaft an diese Schmonzette: …. “Dr. Schiwago” denken oder so … . Sitzt man dann drin im Zug, fühlt es sich an wie auf Tauchfahrt: draußen die kalte, schneeverhangene Dunkelheit, drinnen gut gewärmt glimmt das Notebook-Display und man schlürft an einer warmen Tasse Tee oder fällt auf die sündhaft teuren Angebote der DB Snackbar herein (der Vielfahrer kauft da nur mit Verzehrgutscheinen, die er sich von seinen 10000 Bonuspunkten stapelweise zuschicken lassen könnte, wenn des Vielfahrers Frau nicht lieber für die Punkte das Hotelwochenende in Warnemünde buchen wollen würde … verdammt).

Tja soviel zu den netten Aspekten des Winter-Vielfahrens. Leider sind Teile der Bahntechnik nicht ganz kompatibel mit tiefen Temperaturen. Das führt immer wieder zu Komplikationen. Gerade vorgestern wieder kam es ganz dicke: -10 Grad Celsius (au weia – sibirische Winterverhältnisse in Deutschland) und sage und schreibe 8 cm Schnee! und das vor Leipzig, wo ja im Prinzip niemand lebt, um für das große DB-Unternehmen zu arbeiten. Tja, zuerst dachte ich ja: naja, der übliche Auflauf bei einem Kopfbahnhof, sind halt alle Gleise belegt, aber dann wurde irgendwie gar keines frei, und der Zug bewegte sich geschlagene 3 Stunden überhaupt und gar nicht. Dabei war der Hauptbahnhof Leipzig sozusagen in Sichtweite.  Besonders aufheiternd die Erklärung des Zugbegleiters: “… ein Team von DB-Mitarbeitern ist unterwegs, um die eingefrorene Weiche freizuarbeiten, leider schneit immer die Weiche wieder zu, an der das Team vorher gearbeitet hat …”. Da könnte man doch glatt an die Leiden des Sysiphus denken bei soviel Aufopferung für den DB-Kunden. Es soll ja auch Weichenheizungen geben, die das Einfrieren verhindern sollen. Es könnte ja auch noch kälter werden und dass der Winter kommt, daran hat ja wirklich keiner denken können. Und daß “ein Team” auf dem Weg ist, klingt auch schön heroisch: die kämpfen sich zu uns durch! oder: die werden uns retten! Wenn man aus dem verschneiten Fenster guckt, sieht man aber niemanden. Naja, noch unterhaltsamer die vielen Telefonate der vielen Sitznachbarn, die merkwürdigerweise alle das Gleiche berichten: ” Mama mach Dir keine Sorgen … , mir geht es gut …, hier ist es warm … , eine Weiche ist eingefroren … , unglaublich ne … , die Bahn wieder … usw. Es gibt aber auch erquickende Ausnahmen. Vorgestern muss jemand mit krankhaftem Freiheitsdrang die Bahn bestiegen haben, zumindest entwickelte sich das Telefonat mit Mama ganz anders als ich das sonst so gewohnt bin: es war eher so: “Mensch Mama ick will hier raus!  Ich raste gleich aus! Mensch!!!, Ick sitze hier schon 3 Stunden in dier Röhre, ick WILL RAUSSS verdammt, ich schlach jleich ne Scheibe ein oder so, Mama ich hätt doch mein Mittelchen mitnehme müsse, ch will wieder nach Münche zurück, nach Hause! [springt ruckartig aus dem Sessel auf] Dis hab ich mir schon jedacht, dass det janz blöd wird! mit dem Wegfahrn un so.  [Lässt sich wieder mit massigem Schwung in den Sitz fallen, sodass das Notebook des Sitznachbarn auf der Ablage hinter ihm einen knarzigen Sprung in die Höhe macht]”.

Irgendwann wird der Mann dann von den um ihn herum sitzenden älteren Frauen beruhigt: “Junger Mann, ist doch allet jut, hier isses doch warm, beruhigen Sie sich doch mal!” Andere sind da weniger verständnissvoll: “Mensch Alter, ich will deine Privatgeschichten nicht mithören hier! klar? ok? das nervt!” Tja so unterschiedlich sind die Geschmäcker. Ich finde solche Details ja immer erheiternd (wenns mich nicht zu direkt betrifft), spüre aber gleichzeitig diese diffuse Beklemmung, die sich breit macht, wenn man mit unkalkulierbaren menschlichen Gefühlsausbrüchen in geschlossenen Räumen ohne erkennbaren Fluchtweg konfrontiert wird (Gedankenfetzen durchschwirren des Vielfahrers Gemüt: muss ich mich gleich verteidigen? wird er gleich die Frau gegenüber angreifen? oder gar mit einem Gerät der nächsten Wahl (meinem Notebook) zuhauen?  usw.  uhh – wer Phantasie hat, der  ist halt nicht zu beneiden und muss unfair viel leiden im Leben.

Angenehm fallen dem Vielfahrer immer die Leute auf, die dann eine akademische Diskussion in gepflegtem Stil starten, und sich über ihr sündhaft teures iPhone am Notebook sofort schnell mal Spiegel-Online auf das Display holen (es könnte ja ne Bombenwarnung oder gar nen Anschlag im Leipzig Hauptbahnhof sein) oder die großartige DB-Webseite nach “Aktuelle Meldungen” durchforsten. Da geht der Vielfahrer dann gerne rüber und erkundigt sich ganz professionell: “Steht alles?” oder so: “Haben Sie Netz?”. Ein wissendes Nicken und dann setzt man sich schnell wieder, nachdem man auf DB Aktuell gesehen hat, dass der eigene Zug gerade 240 Minuten Verspätung hat (war ja auch nicht zu erwarten, dass die Bahn das mitbekommen hat). Der Vielfahrer will seine Ruhe und die Ruhe auch bewahren und lieber wieder eine Runde am Notebook arbeiten, der Vf will sich ja von den schnatternden Wenigfahreren auch abgrenzen, die die ganze Zeit völlig sinnfrei alle möglichen Gründe des mehrstündigen Verharrens dieses Zuges im Schnee erörtern müssen. Verspätungen von mehr als 2h sind selbst beim Vielfahrer eine Ausnahme, aber das kann man sich natürlich nicht anmerken lassen, außerdem: die Zeit muss schließlich sinnvoll genutzt werden. So bleibt es bei einem “kann man nix machen” und lässigem Schulterzucken.

Tja, ein echtes Highlight ist für den Vielfahrer aber das Palaver mit dem alten Zugschef, der sich auch eigentlich nur auf sein nettes Zuhause in Hamburg und seine aktuelle Forsyth-Lektüre freut und den jungen Vielfahrer-BC100-Schnösel missbilligend als “nicht-DB-insider” erkennt. Diese Uralt-DBler kurz vor der Pensionierung  sind überhaupt das, was einen dann einzig und alleine wieder aufbauen kann. Strotzend vor guter Laune, obwohl die Leute nur rumnölen und rumpöbeln, immer eine Anekdote auf Lager und von offenherziger Ahnungslosigkeit in Bezug auf die Absichten der DB-Netzleitung, sodass man sich sofort verbunden fühlt mit dem armen DB-Fast-Ruheständler und ihm insgeheim nur wünschen kann, dass sich dieser verdammte ICE-T endlich wieder etwas bewegt …

was er dann auch tut … für 400 Meter,

nur um dann in Leipzig weitere 2 Stunden zu parken.  Angenehmerweise sind da noch andere Züge. Ist ja nen schön großer Kopfbahnhof. So ist man gemeinsam am Erleben – das macht doch fast etwas Spass! Die anderen ICEs sind da natürlich auch nicht freiwillig. Stimmungserhebende Ansage: ” … der Zugverkehr in ganz Südostdeutschland ist zum Erliegen gekommen …” Wie kommt sowas wohl zum Erliegen? 8 cm Schnee? So macht sich im ICE angenehme Nachtruhe breit, die letzten Reste des Bistros werden geplündert,  ein Kind schreit im Familienabteil, weil es nicht einschlafen kann (“ist ja wie Zuhause” kommentiert ein Pappa und erntet prustendes  Gelächter). Manch einer verabschiedet sich noch telefonisch mit GuteNacht-Schmatzi vom Schatzi und kuschelt sich dann in eine fötale Schlafstellung.  Irgendwann gegen 0.45 rollt der ICE dann doch noch nach Berlin/Hamburg los, kaum zu glauben, es gibt spontanen Applaus im Großraumabteil – irgendwie so wie damals als man noch nach jeder Landung mit einem Jet applaudiert hat, noch am Leben zu sein. Es dämmert auch vielen Leuten, dass die anderen Züge wohl die Nacht über in Leipzig bleiben. Mit halber Geschwindigkeit nach Berlin und in Bewegung. Gegen 2.15 dann endlich Land in Sicht: Berlin Südkreuz wird ausgerufen! Kaum zu glauben: nach knapp 9 Stunden ist die Distanz Jena/Berlin überwunden. Beim Aussteigen bewundere ich noch meinen Lieblingsschaffner/den großen HELD, wie er die kleinen Trittstufen der ICE-Türen mit seinen Dienstschuhen bearbeitet. Die allgemeine Vereisung hat aus dem ICE-Unterbau wohl die glasierte Struktur eines Adventshexenhäußchens gemacht. Schick anzusehen, aber die Türen wollen ohne Tritt nicht mehr recht schließen, sieht irgendwie russisch – praktisch aus das Ganze und da fahren die Züge ja auch bei JEDEM Wetter.

Naja das Drama und der HELD (der alte Schaffner und das Eis) haben sich per Rolltreppe meinen Blicken entzogen und ich hab mich noch eine Stunde auf dem Fahrrad durch den Schnee gewühlt – nicht ohne 2x meinen Tiefschnee bedingten Radler-Hunger-Ast per Snickers mit einem Zucker-Peak zu bekämpfen.

Zuhause dann endlich um 3 Uhr morgens,  erstmal nen Shiraz geöffnet –  huuuh was für ein Ritt! Vielleicht “to be continued” – der Winter beginnt ja erst. Dann aber mit Foto-Doku dazu :)

S.

Gear Reflektionen aus 2010

Wo die Segelsaison beendet ist bleibt mal Zeit zu reflektieren was einen in 2010 kreativ und qualitativ im photografischen Bereich so voran gebracht hat.

In 2010 hab ich versucht vom Updatewahn in der digitalen Fotografie (kurzzeitig:)) abzuspringen und mal etwas schlauer zu investiert. Das hat sicher damit zu tun, das die aktuellen DSLRs von der Qualität  her inzwischen derartig ausgereift sind, dass man auch mal eine Generation überspringen kann. Es geht dann aber auch um etwas mehr Investition in den Bereich der sich hinter der Kamera abspielt. Was mich in 2010 hier voran gebracht hat, das waren ein paar kleinere Investitionen zum Beispiel in Farb- und WhiteReference-Kalibrationstargets von XRITE und Objektiv Kalibration mit LensAlign oder zusätzliche Neutralgraufilter, um mehr Spielräume bei Langzeitbelichtungen zu haben. Außerdem das Studium einiger guter eBooks. Darum soll es hier mal in der Winterpause gehen. Auch ein Review der Canon G11 ist im Draft. Eine kompakte Kamera mit recht ordentlicher Bildqualität bei niedrigen ISO-Werten. Inzwischen bereits durch die G12 von Canon abgelöst (oder Nikon P7000). Außerdem gibt es um den Jahreswechsel herum mal eine Zusammenfassung des Umstiegs auf die Mac OS X Plattform.

Stay tuned

S.

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_smh8376Aus Mecklenburg Vorpommern (Oktober im Müritz Nationalpark)

Galerie zum Joachim-Hunger-Ged. Preis online & “Rolling Home” Preview

Die Bilder zum Joachim-Hunger-Gedächtnis Preis sind nun auf www.sailpower.de in jeweils einer Galerie der 505er, 470er und 18Footer zu finden. Link zu den “Featured Galleries” auf Sailpower.de:

http://soeren.zenfolio.com/

BestOf  Joachim-Hunger-Preis.

PS: next ist die  “Rolling Home” des SCAhoi :) (klitzekleine 33-Bilder Vorschau gibt es schon mal hier).

Joachim-Hunger-Preis im Starkwind

Perfekte Bedingungen zum Joachim-Hunger-Preis (PYC / VSaW) am Sonntag den 24.10. Neben den 470er und den 505ern waren auch die 18er am Start.

Wind-berlin.de hat in einzelnen Böen 20 m/s gemessen, das rechnet sich naturgemäß in ca 72km/h um und das ist ziemlich an der oberen Grenze für 8Bf. Also das waren recht frische Bedingungen.

Kleine Geschmacksprobe gibt es hier (volle Galerie mit 600+ Bildern in den nächsten Tagen auf www.Sailpower.de):

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mtk  S.

MacBook Pro & feeling home again with UNIX

Waouu  – I just have to leave something about the MacBook Pro here as a long time PC/WIN/Linux user: this is an amazing piece of computer technology. I just received my new SSD based MacBook Pro 17 and wasnt sure for a while if the switch to Mac OS X is a good idea.  My main concern has been that some software solutions are not available for Mac OS X. This is a problem for specific GIS and Remote Sensing software solutions in my science domain (and it remains the weakest point of the switch, although Parallels works as quick and nice as advertised). BUT to keep it  simple: the hardware quality is just amazing and the Unix foundation of the Mac OS X shows – its just a rock solid system. After using plastic Notebooks for years the solid feeling of the full metal minimum tolerance body design of the MBP is a pleasure. To have a Unix terminal at hand whenever some shell scripting is needed is just great.  Makes me feel like being back on a SOLARIS Unix system years ago writing my PhD – married with a fast graphical desktop surface  OS X 10.6  on top of the NEXT Unix core “Darwin” – the whole package seems to be well thought through.

I am just starting to dig into the system secrets of OS X but some literally rough edges are obvious – and I guess  Ill find more: the keyboard layout is just strange, the front body design features a sharp ridge that easily cuts through every pullover (form did not follow function here), there seems to be no fn-f5 or related to switch between beamer and monitor (no: cmd f1 or fn f7 doesnt work, nice try) and who the heck invented this mini-display port? – whenever I need a HDMI/VGA/DVI adapter I have the wrong one with me, Office2008 MAC is a bit slow and doesnt work reliable with Office 2007 files, uups?  :).

mtk

S.

PS: forgot: the Jeton gallery went online – some shots from the fall-regatta race organized by the SC-Wannsee.

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